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Nachdem Kaiserslautern und Augsburg zuvor dreifach gepunktet hatten, legte der Hamburger SV nach. Der HSV siegte beim Debüt und gleichzeitiger Abschiedsvorstellung von Frank Arnesen als Chefcoach der Norddeutschen in Freiburg ein wenig schmeichelhaft mit 2:1. Freiburg war vor allem im zweiten Durchgang klar besser, hatte einen Rückstand egalisiert und drückte mit aller Macht auf den Sieg. Allerdings klappte es mit der Chancenverwertung nicht, was auf der anderen Seite gänzlich anders war - auch dank eines anderen Debütanten. Die Hanseaten gewannen somit erstmals nach zuvor sechs erfolglosen Versuchen im Breisgau seit dem 18. März 2000.
Freiburgs Coach Marcus Sorg musste nach dem 1:0-Erfolg gegen Gladbach auf Rechtsverteidiger Mujdza (Mittelfußbruch) verzichten. Der ehemalige deutsche Nationalspieler und Freiburger Neuzugang Hinkel (21 Länderspiele) feierte so nach über fünf Jahren sein Bundesligacomeback.
Hamburgs Sportdirektor und Interimstrainer Frank Arnesen entschied sich bei seinem Bundesligadebüt für Kacar und Son. Rincon und Guerrero, die bei der 1:2-Niederlage gegen Schalke Starter waren, mussten sich mit der Bank abfinden.
Hamburg hatte sich etwas vorgenommen und zeigt das von Beginn an durch viel Laufarbeit und Engagement. Die Hamburger lauerten zwar auf Konter, verteidigten allerdings hoch und ließen die spielerisch durchaus überzeugenden Freiburger zunächst nicht zu Abschlüssen kommen. Aus dem Spiel heraus ging auf beiden Seiten wenig, dafür aber nach Standards: Schuster zwang HSV-Keeper Drobny per Freistoß zu einer starken Parade (10.), eine Minute später köpfte Cissé nach Ecke knapp links vorbei.
Danach verlagerte sich das Geschehen allerdings zwischen die Strafräume, sodass es zwar ein intensives und durchaus sehenswertes Duell blieb - allerdings ohne weitere Torchancen in Durchgang eins.
Die Gastgeber waren mittlerweile besser, nur machten sie ihre Chancen nicht und wurden nach 73 Minuten eiskalt bestraft: Nach einem einfachen Doppelpass mit Töre tauchte der mittlerweile eingewechselte Ilicevic frei am linken Fünfereck auf und nagelte das Leder trocken in die Maschen zur durchaus schmeichelhaften 2:1-Führung. Dem Kroaten war's sicherlich egal, feierte er mit dem Tor doch einen Traumeinstand beim HSV.
Das Tor zeigte zunächst Wirkung bei den Freiburgern, die zehn Minuten vor Schluss den Ausgleich auf dem Fuß hatten: Nach einem kapitalen Bock foulte Bruma den kurz zuvor gekommenen Reisinger und verursachte so einen Foulelfmeter. Cissé trat an, drosch das Leder aber rechts oben vorbei (81.). Das war der endgültige Nackenschlag für die Sorg-Elf, die danach nicht mehr zurückkam und sich letztlich mit der durchaus unglücklichen Pleite abfinden musste.
Beide Mannschaften sind wieder am kommenden Samstag gefordert. Die Freiburger gastieren beim 1. FC Kaiserslautern, während der Hamburger SV zeitgleich den VfL Wolfsburg empfängt.
Quelle: www.kicker.de


